MIT Technology Review: Verblüffender Sieger im Effizienz-Duell

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Die kognitiven Fähigkeiten des Menschen sind offenbar weit weniger einzigartig, als lange angenommen. Zu diesem Schluss kommt das Wissenschaftsmagazin MIT Technology Review in seiner Ausgabe 6/2025.

Die Auswertung zahlreicher Studien zeigt: Tiere wie Kakadus, Oktopusse und Elefanten verfügen über komplexe kognitive Fähigkeiten, die bislang ausschließlich dem Menschen zugeschrieben wurden. Besonders bemerkenswert: Das Vogelgehirn arbeitet trotz seiner geringeren Größe in vielerlei Hinsicht effizienter als das menschliche..


Vogelgehirn triumphiert über Menschen

Die kognitiven Fähigkeiten des Menschen sind weitaus weniger einzigartig als bisher angenommen. Zu diesem Schluss kommt das Wissenschaftsmagazin MIT Technology Review in Ausgabe 6/2025. Die Analyse zahlreicher Forschungsergebnisse zeigt: Tiere wie Kakadus, Oktopusse und Elefanten verfügen über komplexe kognitive Fähigkeiten, die bislang nur Menschen zugetraut wurden. Das Vogelgehirn arbeitet trotz geringerer Größe effizienter als das menschliche.

„Die Forschung liefert immer mehr Belege für bemerkenswerte kognitive Fähigkeiten im Tierreich“, erklärt Technology-Review-Redakteur Wolfgang Stieler: „Kakadus in Sydney haben gelernt, komplexe Trinkbrunnen zu bedienen und geben dieses Wissen an Artgenossen weiter – ein Beispiel für kulturelle Weitergabe, die man lange nur Menschen zutraute.“ Oktopusse „fühlen“ das Streicheln künstlicher Gliedmaßen ähnlich wie Menschen, was auf ein komplexes Körperbewusstsein hindeutet. Elefanten zeigen in Experimenten zielgerichtete Gestenkommunikation und entwickeln kreative Strategien, um mit Menschen zu interagieren. „Selbst auf zellulärer Ebene beobachten Forscher Anzeichen von adaptivem, zielgerichtetem Verhalten.“ In der Wissenschaft läuft daher seit einigen Jahren eine neue Diskussion um „Intelligenz“.

Die erstaunlichen Fähigkeiten von Tieren werfen zum Beispiel die Frage auf, wie bedeutsam die reine Größe des menschlichen Gehirns tatsächlich ist. „Wir sind so wahnsinnig stolz auf unser Gehirn und unsere Intelligenz“, zitiert Stieler Onur Güntürkün von der Ruhr-Universität Bochum. „Wir haben ungefähr 85 Milliarden Nervenzellen. Von denen sind aber nur ungefähr 12 bis 13 Milliarden in unserem Cortex. Der Großteil sitzt im Kleinhirn.“ Bei Vögeln hingegen befinden sich rund 70 Prozent der Neuronen im Vorderhirn.

Diese Erkenntnisse haben weitreichende Folgen für unser Verständnis von Intelligenz und Kognition. Sie stellen nicht nur die vermeintliche kognitive Überlegenheit des Menschen infrage, sondern eröffnen auch neue Perspektiven in der Erforschung des Bewusstseins und der Evolution kognitiver Fähigkeiten. Auch für die Entwicklung intelligenter Roboter, hybrider biologisch-technologischer Systeme und künstlicher Intelligenz könnten diese Einsichten völlig neue Ansätze liefern. Stieler: „Letztlich zwingen uns diese Forschungsergebnisse, unsere Position in der Natur und unser Verhältnis zu anderen Lebewesen grundlegend zu überdenken.“

Die MIT Technology Review ist die deutsche Lizenzausgabe der US-amerikanischen Zeitschrift, die seit 130 Jahren am weltberühmten Massachusetts Institute of Technology in Boston erscheint. Als unabhängiges wissenschaftsjournalistisches Medium hat es sich die Marke zur Aufgabe gemacht, wissenschaftliche Erkenntnisse und technische Trends einem breiten Publikum zu vermitteln. MIT Technology Review gehört seit Januar 2024 zu yeebase media GmbH, einer Tochtergesellschaft von heise medien. Online-Artikel sind unter t3n zu lesen.

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„Die Forschung liefert immer mehr Belege für bemerkenswerte kognitive Fähigkeiten im Tierreich“, erklärt Technology-Review-Redakteur Wolfgang Stieler: „Kakadus in Sydney haben gelernt, komplexe Trinkbrunnen zu bedienen und geben dieses Wissen an Artgenossen weiter – ein Beispiel für kulturelle Weitergabe, die man lange nur Menschen zutraute.“ Oktopusse „fühlen“ das Streicheln künstlicher Gliedmaßen ähnlich wie Menschen, was auf ein komplexes Körperbewusstsein hindeutet. Elefanten zeigen in Experimenten zielgerichtete Gestenkommunikation und entwickeln kreative Strategien, um mit Menschen zu interagieren. „Selbst auf zellulärer Ebene beobachten Forscher Anzeichen von adaptivem, zielgerichtetem Verhalten.“ In der Wissenschaft läuft daher seit einigen Jahren eine neue Diskussion um „Intelligenz“.

Die erstaunlichen Fähigkeiten von Tieren werfen zum Beispiel die Frage auf, wie bedeutsam die reine Größe des menschlichen Gehirns tatsächlich ist. „Wir sind so wahnsinnig stolz auf unser Gehirn und unsere Intelligenz“, zitiert Stieler Onur Güntürkün von der Ruhr-Universität Bochum. „Wir haben ungefähr 85 Milliarden Nervenzellen. Von denen sind aber nur ungefähr 12 bis 13 Milliarden in unserem Cortex. Der Großteil sitzt im Kleinhirn.“ Bei Vögeln hingegen befinden sich rund 70 Prozent der Neuronen im Vorderhirn.

Diese Erkenntnisse haben weitreichende Folgen für unser Verständnis von Intelligenz und Kognition. Sie stellen nicht nur die vermeintliche kognitive Überlegenheit des Menschen infrage, sondern eröffnen auch neue Perspektiven in der Erforschung des Bewusstseins und der Evolution kognitiver Fähigkeiten. Auch für die Entwicklung intelligenter Roboter, hybrider biologisch-technologischer Systeme und künstlicher Intelligenz könnten diese Einsichten völlig neue Ansätze liefern. Stieler: „Letztlich zwingen uns diese Forschungsergebnisse, unsere Position in der Natur und unser Verhältnis zu anderen Lebewesen grundlegend zu überdenken.“

Die MIT Technology Review ist die deutsche Lizenzausgabe der US-amerikanischen Zeitschrift, die seit 130 Jahren am weltberühmten Massachusetts Institute of Technology in Boston erscheint. Als unabhängiges wissenschaftsjournalistisches Medium hat es sich die Marke zur Aufgabe gemacht, wissenschaftliche Erkenntnisse und technische Trends einem breiten Publikum zu vermitteln. MIT Technology Review gehört seit Januar 2024 zu yeebase media GmbH, einer Tochtergesellschaft von heise medien. Online-Artikel sind unter t3n zu lesen.


Quelle MIT Technologiy Review /Heise


 

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