Die US-Regierung hat Anthropic per Notanordnung gestoppt, seine fortschrittlichsten KI-Modelle für bestimmte ausländische Staatsangehörige bereitzustellen. Für den KI Bundesverband ist das keine Überraschung, sondern die Quittung für Jahre des Zögerns.
Seit 2021 weist der Verband darauf hin, dass Europa zu wenig in eigene Frontier-Modelle investiert, den Ausbau von KI-Infrastruktur verschleppt und sich zu stark auf US-Anbieter verlässt. Die aktuelle Entscheidung zeigt: KI ist strategische Infrastruktur – und Abhängigkeiten können jederzeit zum Risiko werden.
„Was wir gestern erlebt haben, ist keine Überraschung, es ist die Quittung für Jahre des Zögerns. Die US-Regierung hat bewiesen, was wir seit 2021 sagen: KI ist strategische Infrastruktur. Wer sie nicht selbst kontrolliert, wird von anderen kontrolliert. Wir fordern keinen weiteren Strategieprozess. Wir fordern einen Gipfel. Jetzt."
— Rasmus Rothe, Vorstandsvorsitzender des KI Bundesverbandes
Deshalb fordert der KI Bundesverband von der Politik einen sofortigen KI-Souveränitätsgipfel mit klaren Entscheidungen, Verantwortlichkeiten und Budget: mehr Investitionen in europäische KI-Modelle, die Überprüfung kritischer Abhängigkeiten, eine Souveränitätspflicht für staatliche KI-Anwendungen sowie stärkere Unterstützung privater KI-Innovationen.
Die Warnungen waren laut. Jetzt braucht es Handeln.
Daniel Abbou im ZDF Mittagsmagazin
Hier könnt ihr das Interview von Daniel Abbou im ZDF dazu sehen.
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